Dienstag, 9. Oktober 2012

Dieser Bericht, den ich hier aus dem Herzen der Mitternacht schreibe, zwischen Uhren, denen ihr High-tech-Inneres das Ticken verweigert, dieser Bericht, den ich hier schreibe, während das Leben mit einer rasenden Geschwindigkeit sich abspult, beschreibt vielleicht wie diese Zeit die Steine bröckeln lässt in dieser Stadt in der jetzt sitze.


Dieser Metropole des Untergangs, in der ein Ghetto ans andere grenzt und einen kleinen leuchtenden Kern in sich trägt in dem Touristen ihre Wochenenden ab-flanieren.

Eine leichte Erkältung drückt mir gegen Stirn.

Habe einige Zettel gedruckt als Reklame für mein Buch. Ja, ich habe ein Buch geschrieben.
Sein Name soll hier nicht erwähnt sein. Es ist geheim. Heute jedenfalls.

Ich habe einen Brief geschrieben an einen Anderen Autoren über einen Verlag.

Ich habe in einem Forum gepostet. Ich habe heute drei Bücher persönlich verkauft und eine Widmung geschrieben. Zwei Kaffee habe ich getrunken. Sogar ein Stück Kuchen habe ich mir geleistet.

Nebensächlich? Vielleicht. Was wäre dann aber die Hauptsache?

Ich will endlich ein Video machen, auf dem ich etwas lese, etwas von mir. Ich werde mir morgen die Software ansehen und schauen, oder hören, ob mein Mikrophon  dazu taugt.

Ja, auch hier wird es erscheinen. Die Zeit des Ausdrucks ist da.

Ein seltsames Wesen - diese Zeit. Mein Gott - wie sie Vergeht. Sie IST das Vergehen.

Das heißt sie stiehlt - alles. jede Form also. Die große Diebin. Wer mit ihr handelt, der hat verloren.
Die Zeit pustet ihre Seifenblasen. Wir, wir staunen. Aber sie, diese schillernden Kugeln, sie kennen keine Dauer.

Sie sind wie unsere armseligen Menschenträume. In der Zeit, da gibt es Sensationen, Glück ist in ihr nicht zu Finden.

nano

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