Mittwoch, 10. Oktober 2012

Was bleibt

Ach wie ängstlich wir uns hielten
an die Bilder dieser Zeit,
eine sinnlose Begierde,
die nach dem Glück laut schreit.

Wir waren so wie Engel,
mit Flügeln, halb verbrannt.
Wir stürzten blind noch hoffend
hinein in Dreck und Sand.

Wir waren wie die Kinder,
wenn Staunen früh zerbricht,
waren blind-gequälte Tiere,
so gierend nach dem Licht.

Was ist uns jetzt geblieben,
wo die Sonne stirbt ins Rot,
wenn matte Blicke suchen,
den Weg, der sich einst bot?

Es bleibt uns dieser Schauer,
du geiler Kuss aus Ewigkeit.
Eine gedankenlose Dauer,
die Herzen nährt, sie salbt.

Entseelt und ausgespuckt
sind wir wie schwere Masse,
kaputt gespielte Puppen
und Idioten ohne Klasse.

Was bleibt ist dieses eine Brennen,
tief im tauben Herzen,
ein Zucken halb, halb tanzen
ein Lachen, trotz der Schmerzen.

Und was bleibt, ist nur das Wissen,
dass die Suche nach dem Glanz,
doch selbst nur Leuchten war
und unsere Seele immer ganz.


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