Montag, 15. Oktober 2012

Prozente des Menschlichen

So ist der Mensch oft 50 Prozent seiner Zeit damit Beschäftigt, die 80 Prozent seines Lebens
aufrecht zu erhalten, die vollkommen nutzlos sind, den Rest schläft und isst er.

Wie in dem Witz, wo wir Dinge kaufen, die wir nicht brauchen, von Geld, das wir nicht haben, um Leuten zu imponieren, die wir nicht leiden können.

Was bleibt, was geht drauf? Was geht drauf im Kampf gegen sich und andere? Gegen die Langeweile, gegen das Unbehagen, für die Verdrängung, für die Verdrängung der Verdrängung?

Wie viel Kraft dafür, ein besserer Mensch zu werden? Sich zu entwickeln? Träumen hinterher zu rennen? (Träume, denen man hinterher rennt haben die Tendenz davonzulaufen.)

Wie viel Energie kostet es, darüber nachzudenken, was gerade anders sein könnte, sollte, müsste?

Dieser Knoten ist nicht zu entknoten. Jedes entknoten kostet wieder Zeit und Energie wird wiederum
Teil einer Anstrengung, die nicht mehr spüren lässt, was Leben ist. Womit wir uns jenseits des natürlichen Zustandes befinden.

Wie sollen wir den Knoten lösen. Wir SIND dieser knoten! Besser - unsere Gedanken sind dieser knoten. Das, was wir für UNS halten, das ist dieser Knoten.

So laufen wir durchs Leben mit dem Knoten in der Hand und versuchen, ihn aufzuknüpfen.
Dann - so meinen wir - können wir endlich frei sein. Das wird uns oft erzählt.

 Du muss es nur richtig machen. Mehr Anstrengung vielleicht, mehr Fleiß, mehr lesen, mehr denken, mehr meditieren, mehr beten.

 Also irgendetwas musst du falsch machen!

Und ich soll nun mal wieder die Lösung sagen.
Klar, ich muss es ja wissen. Hauptsache einer kann es uns sagen.
Klar, ich kann sie sagen, aber was nützt es?????
Man wird es benutzen wollen, den Knoten zu lösen.

Aber der Knoten hat niemals existiert, er begann erst, als man versuchte ihn zu lösen.

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