Montag, 22. Oktober 2012

Geld

Und so hat man Menschen süchtig gemacht mit dieser gefährlichen Droge, diese zerstörende Kraft.

Die Droge hat sich der Seelen längst bemächtigt und Sklaven erschaffen. Sie ist um uns, schwimmt in unserem Blut, bestimmt unsere Träume. Sie hat das Elend geschaffen und verspricht jedem mit ihr dem selbigen zu entkommen.

 

Ich rede vom Geld!

 

Was wir nicht alles tun, um unsere Dosis zu bekommen. Je knapper der Stoff, um so fataler die Folgen seines Konsums.

Wir machen Jobs, die wir hassen. Wir müssen uns vielleicht sogar als Bettler in schlangen vor irgendwelchen Ämtern einreihen.  Wir kuschen vor Idioten, die sich Vorgesetzte nennen. Nur wegen dieses scheiß Stoffes.

 

Und dann ist es ja nicht so, dass wir uns damit vollpumpen können, nein, wir sind gezwungen, ihn auch noch weiter zu verteilen. Andere Süchtige melden sich bei uns. Der Vermieterbeispielsweise, ja, ihr wisst schon, der uns den Verschlag angedreht hat, in dem wir schlafen, nachdem wir erschöpft von unserem Sklavenjob  zurück gekommen sind.

Er ist vollkommen abhängig und will seinen Stoff pünktlich, ansonsten setzt er uns – vollkommen verwirrt von Entzugserscheinungen –  vor die Tür.

 

Es ist sinnvoll den Stoff knapp zu halten. So müssen die Leute ihn weitergeben und leiden ständig an Mangel.

Immer mit leichten Entzugserscheinungen Leben ist gut, das macht dich willig und gehorsam.

 

Eine gefährlich Droge, die unbedingt verboten gehört? Natürlich nicht. Die Gesellschaft ist durchtränkt vom Gift. Es ist niemand mehr übrig, der davor noch warnen könnte.

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